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Schwimmen mit Geflüchteten

Einführung

In Zusammenarbeit mit der DRK-Wasserwacht SÜW führt der Kreisverband Südliche Weinstraße – Fachbereich Flüchtlingshilfe – dieses Schwimmprojekt durch. Das Projekt richtet sich an Flüchtlingsfamilien und alleinstehende Erwachsene, die sich aus finanziellen Gründen keinen Schwimmkurs leisten können.

Umsetzung

Die Konzeption zielt auf einen langfristigen Aufbau für Geflüchtete. Es ist eine große Chance an der Integration teilzunehmen und umfasst, ein Teil der Gesellschaft zu werden.

Durch die Kooperation des Fachbereiches Flüchtlingshilfe und der Wasserwacht,  lernen die Geflüchteten die Vielfältigkeit des Ehrenamts sowie die Menschen, die für sie aktiv sind, besser kennen.

Durch die Teilnahme am Schwimmkurs lernen die Geflüchteten auch das Vereinsleben z.B. bei der Wasserwacht kennen. So können Freundschaften entstehen.

Beim sprachlichen Austausch im Verein lernen die Geflüchteten nicht nur unsere Kultur, sondern auch, sich sprachlich besser auszudrücken. Der soziale und kulturelle Umgang im Verein ist ohne Zwang und kann mit Hilfe der Mitglieder gelernt und gelebt werden.

Auch die Vereinsmitglieder können von den Geflüchteten Ihre Kulturen und Gebräuche besser kennen lernen.

So entsteht eine Win-Win Situation. Ein schöner Erfolg für beide Parteien. Schwimmen verbindet, man hat das gleiche Ziel. Schwimmen ist eine Fähigkeit, die man das ganze Leben lang braucht. 

Es gibt viele Gründe, warum man schwimmen sollte:

  • um Teil der Gesellschaft zu sein
  • zur Eigensicherheit
  • für die Fitness
  • für Gesundheit und Wohlbefinden
  • als Hobby/Freizeitbeschäftigung
  • im Wettkampf
  • um einfach Spaß zu haben
  • als Job oder Ehrenamtstätigkeit

um die Erfahrung an Kinder/Erwachsene weitergeben zu können.

Philosophie und Praxis

Wir möchten im Projekt versuchen einen positiven, aktiven, pädagogischen Ansatz um das Trauma “Wasser“ zu überwinden.

Ihre Fragen, die zu Anfang gestellt wurden:                        

  • Kann ich danach wirklich schwimmen?

  • Kann ich meine Angst vor Wasser bekämpfen?

  • Darf ich alleine bzw. mit Freunden ins Schwimmbad gehen?

zu beantworten, indem wir, die Ehrenamtlichen der Wasserwacht, darauf eingehen.  

 

Der Spaßfaktor spielt eine wichtige Rolle. Der erste Schwimmbadbesuch, mit der Unterstützung der Wasserwacht, wird für beide Seiten sehr eindrucksvoll werden. Die Geflüchteten waren noch nicht im Schwimmbad.

Wenn die Geflüchteten das Vertrauen der Ehrenamtlichen gewinnen und sich somit entspannen und gelöst das Thema „Schwimmen lernen“ angehen können sowie die Schwerelosigkeit genießen und erleben können.  

  • Die Übungsstunden sollen aufeinander aufbauen und so strukturiert sein, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.
  • Schwimmstunden müssen sorgfältig vorbereitet sein. Visuelle Hilfen (Bilderkarten, Praxisbeispiele in der Theorie) und Schwimmhilfen (Gleitbrett, Schwimmnudeln u.v.m. in der Praxis) sollen vorhanden sein. 
  • Festigung der Technik und des Schwimmstils durch Wiederholungen von Trockenübungen mit Hilfe von verschiedenen Strategien. Dabei kann die Wasserwacht mit korrekten Hilfestellungen unterstützen. 
  • Kontrolle während des Schwimmunterrichtes behalten.
    Sie reagieren unterschiedlich vorsichtig auf das Wasser:
    Manche möchten sofort die Schwimmbewegungen lernen, andere brauchen mehr Zeit, um sich an das Gefühl des fehlenden Bodens unter den Füßen zu gewöhnen.
  • Sicherheit ist zu jedem Zeitpunkt äußerst wichtig. 
  • Ermutigung, ebenso den Spaß am Element Wasser kann die Wasserwacht gut vermitteln um den Geflüchteten den Stressfaktor so gering wie möglich zu erleben. Damit sie völlig entspannt Schwimmen lernen und für ein paar Stunden ihren tristen Alltag hinter sich lassen können.
  • Am Ende einer guten Unterrichtstunde soll es eine entspannte Atmosphäre geben. Ein beeinflussendes Projekt, das nur mit viel Hilfe vieler großzügiger, aktiver Menschen ermöglicht wird.

Ziel

  • “Schwimmen erlernen“ und das Seepferdchen zu bekommen

  • Jeder sollte schwimmen können

  • Die Bewegungen sollten nicht nach einem Paddeln aussehen sondern nach einem glatten Schwimmzug. Oft fehlt der Schwung nach ein paar Metern, meistens haben sie keine Kraft mehr. Die Technik haben sie nie gelernt, am Ende einer Bahn ist man völlig erschöpft. Über die Übung, bekommt man dann das richtige Gefühl und erlernt so das sichere Schwimmen. Der Erfolg ist greifbar.

DRK Kreisverband Südliche Weinstraße e.V. - Fachbereich Flüchtlingshilfe

DRK Wasserwacht

Ansprechpartner

Claudia Eichner

Fachbereich Flüchtlingshilfe

c.eichner(at)kv-suew.DRK.de

0151/18 63 80 48