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Notfalldose

Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- oder Impfpass, Medikamentenplan, eine Patientenverfügung usw.

Meist ist es für die Hilfeleistenden (Rettungs- oder Sozialdienst) unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden.

Die Lösung steht im Kühlschrank!

Ihre Notfalldaten kommen in die Notfalldose und werden in die Kühlschranktür gestellt. Nun haben Sie einen festen Ort und können in jedem Haushalt einfach gefunden werden!

Sind die Retter bei Ihnen eingetroffen und sehen auf der Innenseite Ihrer Wohnungstür und auf der Kühlschranktür den Aufkleber „Notfalldose“, so kann die Notfalldose umgehend aus Ihrer Kühlschranktür entnommen werden und es sind sofort wichtige und notfallrelevante Informationen verfügbar. Nicht jedem gelingt es in einer Notfallsituation Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen. Auch kann es sein, dass in einer solchen Stresssituation ein wichtiges Detail vergessen wird zu beschreiben – abgesehen von Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit. 

Die Notfalldose

  • Keine Elektronik die streikt oder "gehackt" wird
  • Keine Batterien oder Akkus
  • Wenn ein "Update" nötig ist, können Sie es selbst auf dem Notfall-Infoblatt eintragen oder ändern
  • bitte wenden In der Kühlschranktür finden Ihre Retter zuverlässig die Notfalldose

So geht's:

Notfall-Infoblatt mit den aktuellen Angaben zu Gesundheitszustand, Allergien, Medikamenten, Kontaktpersonen und andere Einzelheiten ausfüllen. 

  • Für jede im Haushalt lebende Person sollte ein eigenes Notfall-Infoblatt (keine eigene Dose) ausgefüllt werden. Es können mehrere Notfall-Infoblätter in einer Dose aufbewahrt werden.

  • Kleben Sie ein Foto auf das Notfall-Infoblatt, wenn mehr als eine Person im Haushalt lebt.

  • Platzieren Sie die Notfalldose gut sichtbar in der Kühlschranktür.

  • Kleben Sie einen Aufkleber außen auf die Kühlschranktür.

  • Kleben Sie einen Aufkleber innen auf die Wohnungs-/Eingangstür.

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr aktueller Medikamentenplan immer bei Ihren Medikamenten liegt. Achten Sie darauf, dass Ihr Notfall-Infoblatt so weit wie möglich ausgefüllt und mit Datum und Unterschrift versehen ist, bevor es in die Notfalldose gesteckt wird.

Der richtige Notruf

Prägen Sie sich bitte zwei wichtige Dinge ein:

  • Die Notrufnummer 112
  • Die wichtigsten Angaben zum Notruf: "Fünfmal W"
  1. Wo ist etwas passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele Verletzte gibt es?
  4. Welche Arten von Verletzungen/Erkrankungen liegen vor ?
  5. Warten Sie auf mögliche Rückfragen 

Auf diese fünf "W" ist der Disponent in der Leitstelle angewiesen, um Ihren Anruf bearbeiten zu können.

Bringen Sie auch bitte Ihren Familienangehörigen, auch Ihren Kindern, diese Regeln nah. Schon im Vorschulalter kann der Nachwuchs Leben retten! Gleichzeitig sollte Kindern aber auch vermittelt werden, dass ein missbräuchlicher Notruf für die Eltern teuer werden kann. Auch ein einfaches Auflegen klappt nicht! Denn wenn der Notruf gewählt wird, erscheint auf den Monitoren der Rettungsleitstelle die Nummer des Anrufers. In den Leitstellen, auch in Landau, sind leider viele Notrufe Unfug, vor allem durch Kinder verursacht. Aber auch Erwachsene "verwählen" sich öfters. Die Folge: der Ernstfall kann kaum vom "Scherz" unterschieden werden, der Disponent ist mit einem Notrufmißbrauch beschäftigt, während möglicherweise woanders Menschen auf Hilfe warten.

Wo bekommt man die Notfalldose?

Die Notfalldose erhalten Sie kostenlos in den Verbandsgemeindeverwaltungen Annweiler, Bad Bergzabern, Edenkoben, Herxheim, Landau-Land, Maikammer und Offenbach sowie in der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße in Landau.